Unified Storage
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Was sind die heutigen Anforderungen an ein dynamisches Storage System? Was wünscht man sich von einem solchen System?
Bei der Beantwortung dieser Frage treffen wohl zwei Ansichten aufeinander. Der IT-Spezialist mit 20 Jahren Storage-Erfahrung wünscht sich ein klassisches, jedoch ausbaubares System mit ausreichender Performance und optimalen Anschlussmöglichkeiten. Er spricht von einem SAN (Storage Area Network) mit Fibre Channel Anbindung. Ein SAN wird blockbasiert angesprochen, es kann also nicht direkt für die Ablagerung von Dateien genutzt werden. Ein SAN ist in den meisten Fällen ein dediziertes Fibre- (FC)- oder IP- (iSCSI) Netzwerk, welches ausschliesslich für direkten Storage Verkehr genutzt wird.
Wie im Bild abgebildet, findet also eine Trennung zwischen Computing (Layer Server-Clients) und Datenhaltung (Layer Server-Storage) statt. Wenn ein Storage-Neuling den Begriff SAN hört, so assoziiert er diesen sofort mit Begriffen wie „komplex“ und „teuer“.
Der Storage-Neuling kennt jedoch in der Regel die aus dem Heimbereich bekannten NAS (Network Attached Storage) Lösungen. Einfache Systeme, welche sich direkt als Netzwerkspeicher nutzen lassen. Einfache Systeme, die sich übers normale Netzwerk (LAN) über IP anbinden lassen. Ein NAS wird filebasiert angesprochen, d.h. es kann direkt zur Dateiablage über Windows Protokolle (CIFS, SMB) oder Linux Protokolle (NFS) genutzt werden Die heutigen NAS Boxen sind teilweise sogar von VMware zertifiziert zur Nutzung als NFS Storage. Wieso dann eigentlich eine teure und komplexe SAN Lösung?
Bei genauerer Betrachtungsweise dürfte wohl rasch klar werden, dass eine NAS Box mit wenigen Disks vom Consumer-Shop um die Ecke nicht mit einem SAN zu vergleichen sind. Jedoch wird sich mancher Kleinstbetrieb trotzdem eine solche Box zulegen, um sich wenige Tage später über die Performance zu ärgern.
Was wäre nun, wenn man SAN und NAS mischen könnte? Ein System mit den traditionellen SAN Möglichkeiten kombiniert mit der Einfachheit eines NAS? Ein System mit genügend Harddisks um auch im NAS Bereich Performance anbieten zu können? Genau an diesem Punkt ist man heute bei den Storage Anbietern angelangt, das Schlagwort dazu ist Unified Storage!
Ein Unified Storage System beherrscht SAN und NAS Protokolle gleichzeitig. Ein Unified Storage System kann gleichzeitig über FC, iSCSI, NFS und CIFS kommunizieren – kann also gleichzeitig Boot ab SAN über FC anbieten, Windows Fileserver spielen sowie virtuelle Server von VMware über NFS bereitstellen. Im Hintergrund steht jedoch ein skalierbares Storage System mit den Qualitäten einer SAN Lösung.
Übrigens: solche Lösungen sind heute schon in Betrieben ab 15 Mitarbeitern wirtschaftlich betrachtet sinnvoll. Bereits bei den Kleinstbetrieben ist heute Virtualisierung ein Thema, auch Kleinstbetriebe möchten Ihre Daten zu 99% verfügbar haben. Klar sind Unified Storage Systeme preislich nicht konkurrenzierbar mit einfachen NAS Boxen, allerdings bieten diese auch tiefe Performance und Verfügbarkeit an.
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